Unsere heutige Einsatzübung knüpfte direkt an die kürzlich absolvierte Schulung zum LUCAS LX-Struts-System an – Theorie wurde sofort in die Tat umgesetzt!
Übungsannahme: Ein Pkw ist von der Straße abgekommen und liegt in stark geneigter Seitenlage auf einem Erdwall. Eine verletzte Person ist noch angeschnallt auf der Rückbank eingeschlossen und droht, ein Sicherheitsgurt-Syndrom (Hängetrauma) zu entwickeln, weil sie zu lange kopfüber hängt.
Um diese schwierige Situation effizient zu bewältigen, galt es mehrere Faktoren zu beachten: Bevor überhaupt an eine endgültige Stabilisierung gedacht werden konnte, musste die eingeschlossene Person schnellstmöglich entlastet werden. Dazu wurden zunächst behelfsmäßig Schlauchrollen unter das Fahrzeug geschoben, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. So konnte ein sicherer Arbeitsraum geschaffen werden. Dies ermöglichte mit einem abgerollten Feuerwehrschlauch (als provisorische „Hängematte“ unter dem Körper) die Person von der Belastung durch den Sicherheitsgurt zu befreien – eine einfache, aber wirksame Methode. Jetzt zahlte sich die letzte Schulung aus: Mittels LUCAS LX-Strut wurde das Fahrzeug nun endgültig gesichert, dies ermöglichte es nun mit der Personenrettung anzufangen. Dank der sicheren Lage konnte die Rettung schonend über den Kofferraum erfolgen. Die verunfallte Person wurde schonend gerettet, medizinisch erstversorgt und dem (simulierten) Rettungsdienst übergeben.
Fazit der Übung: Das Zusammenspiel aus schnellen provisorischen Maßnahmen und dem neuen Stabilisierungssystem funktioniert hervorragend. Wir sind jetzt noch besser vorbereitet, wenn es in echt darauf ankommt – und das Wissen sitzt!
